Verordnung

Erkrankungen/Indikationen

In unserem Verein bieten wir Rehasportgruppen für Erkrankungen aus den Bereichen Orthopädie (Muskel-/Skelettsystem), Innere Medizin (Herzsport) und geistige Behinderung an.

So funktioniert der Antrag auf Kostenübernahme

Entscheidend für die Kostenübernahme des Rehabilitationssport durch ihre Krankenkasse ist, dass der Antrag und die Genehmigung vor dem Beginn der Maßnahme erfolgt. Wir empfehlen in diesen vier Schritten vorzugehen:

  1. Ihr behandelnder Arzt schätzt ein, ob Rehabilitationssport benötigt wird. Hierzu ist es notwendig, dass Sie dem Arzt ausreichend Informationen über Ihre Beeinträchtigung mitteilt, damit eine exakte Diagnose erstellt werden kann. Der Arzt füllt dann das Muster 56, den Antrag auf Kostenübernahme aus.

  2. Es ist ratsam, wenn Sie sich schon jetzt damit befassen, in welcher unserer Gruppen Sie die geplante Maßnahme durchführen wollen. Gerne beraten wir Sie zu den Sprechzeiten in der Geschäftsstelle oder über unser Kontaktformular. Tragen Sie unseren Verein und die Angebotsnummer der Gruppe auf der Rückseite der Verordnung im Abschnitt "Antrag auf Kostenübernahme" ein und unterschreiben dort Ihren Antrag auf Kostenübernahme.
    (Wenn wir für Sie kein passendes Angebot haben, finden sie mit der Vereinssuche des HBRS alle lizenzierten Gruppen in Hessen.)

  3. Schicken Sie dann den Antrag an den Kostenträger. Die Krankenkasse (oder alternativ die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung) überprüft den Antrag und genehmigt diesen idealerweise.

  4. Der Kostenträger teilt dem Ihnen die Kostenübernahme mit, indem er den entsprechenden Abschnitt auf der Rückseite des Antrags ausfüllt. Beachten Sie bitte, dass eine Teilnahme in der Gruppe erst nach dem dort angegeben Gültigkeitsdatum erfolgen kann.

Bringen Sie die Verordnung im Original zusammen mit dem Beratungsprotokoll und der Datenschutzerklärung zu Ihrer ersten Teilnahme in der Gruppe mit.

Rehabilitationssport – Fragen und Antworten

  • Was bedeutet die gesetzliche Grundlage?

Im Sozialgesetzbuch IX in §64 Abs. 1 Nr. 3 und 4 ist der Anspruch auf Rehabilitationssport festgelegt. Es ist also keine freiwillige Leistung des Gesundheitssystems und belastet das Budget des Arztes nicht.

  • Was regelt die Rahmenvereinbarung?

Die Durchführung, also das, was im Rehabilitationssports gemacht wird und welche Indikationen den gesetzlichen Anspruch auslösen. Ebenso sind dort die fachliche Kompetenz und die Finanzierung definiert. Aber auch das, was nicht gemacht werden darf (z.B. Gerätetraining, Zuzahlungen usw.). Vor allem aber ist dort definiert, dass nur lizenzierte Sportvereine Rehabilitationssport anbieten dürfen.

  • Welche Krankheiten/Indikationen erlauben die Teilnahme am Rehabilitationssport?

Grundsätzlich kann man sagen, dass es für alle chronischen Erkrankungen, die eine eingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zur Folge haben können, entsprechende Angebote gemacht werden können.

  • Wie ordnet sich der Rehabilitationssport in die Leistungen des Gesundheitssystems?

Rehabilitationssport ist keine Leistung des Gesundheitssystems!
Es wird zwar vom Arzt verordnet, belastet aber sein Budget nicht. Durch die Verordnung werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Er ist als "Hilfe zur Selbsthilfe" gedacht, um den Zugang zu Bewegungs- und Sportangeboten in der Freizeit und im Alltagsleben zu finden.

  • Wo bekomme ich eine ärztliche Verordnung?

Jeder niedergelassene Arzt kann bei entsprechender Diagnose die Verordnung (Muster 56) ausstellen. In der Regel sollte das der behandelnde Fach- oder Hausarzt sein.

  • Wie ist der Ablauf zur Genehmigung der Verordnung?

Arztbesuch -> Gruppe finden -> Unterschreiben -> Genehmigung durch die Krankenkasse -> Spaßhaben

  • Muss ich Zusatzkosten oder einen Eigenanteil zahlen?

NEIN! Die Kosten zur Teilnahme am Rehabilitationssport werden zu 100% von der Krankenkasse bezahlt. Zusatzleistungen (z.B. die Mitgliedschaft im Verein) können sinnvoll sein, sollten aber vor dem Hintergrund der Erkrankung genau abgewogen werden und dürfen bei Ablehnung durch den Patienten den Zugang nicht verwehren.

  • Was wird in einer Rehabilitationssportgruppe angeboten?

In der Gruppe werden, je nach Indikation und Ausprägung der Erkrankung, gymnastische Übungen, Bewegungsspiele und Mobilisationsübungen angeboten. Ziel ist es, dass Erlernte im Alltag zu Integrieren.

  • Was passiert nach Ablauf der Verordnung?

Entweder haben Sie auf Grund der Indikation einen Anspruch auf eine Folgeverordnung, oder Sie haben Spaß an der Bewegung in Ihrer Gruppe gefunden und bleiben als Vereinsmitglied auf eigene Kosten Ihrem Sport treu.
 

Orthopädie

Der Orthopädische Rehabilitationssport ist für Indikationen des Muskel-Skelett-Systems gedacht.

Wassergymnastik

Rehabilitationssport im Wasser ist eine gelenkschonende Alternative zur Trockengymnastik.

Herzsport

Die Teilnahme an unseren lizenzierten Herzsportgruppen ist mit einer ärztlichen Verordnung oder als Vereinsmitglied möglich.

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