VSG BewegNungszentrum

Bewegung und Begegnung im Sinne der Inklusion

Inklusion entsteht dadurch, dass unterschiedlichste Menschen einer gemeinsamen Tätigkeit, einem gemeinsamen Interesse oder ähnlichem nachgehen und dies in ihrer Unterschiedlichkeit und mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen tun können.

Der Sport bzw. das Bewegen in einer Gruppe eignet sich sehr gut als gemeinsames Interesse und gemeinsame Ausgestaltung der Freizeit. Inklusiv ausgestaltete Bewegungsangebote zeichnen sich durch Individualisierbarkeit aus. Sie sind auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Teilnehmenden angepasst und trotzdem entsteht ein Gruppengefühl.

Dazu braucht es einen Rahmen und einen Raum, der von Offenheit, Toleranz aber auch Erfahrung geprägt ist. Gelingt ein solches Angebot, können darüber hinaus Beziehungen, Freundschaften oder gar Ehrenamt entstehen. Schließlich sind zwischenmenschliche Beziehungen ein Hauptmotor für ehrenamtliches Engagement.

Bisher gibt es für den Verein keinen Ort, der mehr als eine sportliche Betätigung der Teilnehmenden zulässt. Ein Ort an dem aber auch soziale Kontakte und ein Miteinander stattfindet, ist jedoch elementar wichtig, um nachhaltige inklusive Prozesse im Gemeinwesen initiieren zu können.

Wir möchten daher einen Ort schaffen, an dem sich Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe begegnen und vielfältige Möglichkeiten für Sport, Bewegung und Freizeit finden. Einzelpersonen, Familien, Freunde und Gruppen können diesen gemeinsam oder allein, mit und ohne Begleitung, mit und ohne Anleitung nutzen.

Projektidee

Wir möchten einen Ort schaffen, an dem sich Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe begegnen und vielfältige Möglichkeiten für Sport, Bewegung und Freizeit finden. Einzelpersonen, Familien, Freunde und Gruppen können diesen gemeinsam oder allein, mit und ohne Begleitung, mit und ohne Anleitung nutzen.

Um dies zu ermöglichen, möchten wir in der Neckarstr. 12, den ehemaligen Räumen der Oberbank, einen Ort für Bewegung und Begegnung, ein ‚BewegNungszentrum‘, mit großer Außenwirkung gründen und damit ein Modellprojekt durch die Verbindung von inklusiven Bewegungsangeboten mit sozialen Aktivitäten schaffen. 

Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Planung und Umsetzung von Sport – und Freizeitangeboten, die für alle barrierefrei zugänglich sind und von denen durch ein hohes Maß an Individualisierbarkeit Menschen mit und ohne Behinderung profitieren werden.

Mission und Vision

Unser Motto: „Ängste überwunden – Spaß gefunden“

Mit dem VSG BewegNungszentrum möchten wir einen aktiven Beitrag dazu leisten, Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Behinderung abzubauen. Wir möchten die gesellschaftliche Inklusion in Darmstadt fördern. Insofern trägt unser BewegNungszentrum nicht nur auf vereinspolitischer, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene einen visionären Charakter.

Für die Gesellschaft

Durch die letzte Änderung der Vereinssatzung, die als Basis unseres Vorhabens dient, sind wir der erste Sport- und Sozialverein in Darmstadt und wahrscheinlich in ganz Hessen. Das BewegNungszentrum dient der Förderung der Inklusion für ein selbstbestimmtes Miteinander und erfüllt somit Artikel 30 der UN-Behindertenrechtskonvention sowie den Aktionsplan „Auf dem Weg zur inklusiven Stadt“ der Stadt Darmstadt.

Durch den Modellcharakter unseres Zentrums wollen wir ein Vorbild für weitere inklusive Sport- und Freizeitangebote sein. Gleichzeitig soll die Wahrnehmung des Vereins für sein Engagement für Inklusion in der Gesellschaft gestärkt und ehrenamtliche Strukturen über das gemeinsame Erlebnis „Sport“ in der Stadt etabliert werden.

Als Arbeitgeber möchte der VSG auch Menschen mit einer Behinderung den Zugang zu sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen ermöglichen.

Für den Verein

Auch wir als Verein haben mit der Idee zum BewegNungszentrum neue Visionen für den VSG entwickelt. Wir wollen dem Verein mit seinen Zielen in der Bevölkerung ‚ein Gesicht‘ geben. Es sollen neue Angebote entstehen, die sowohl Teilnehmende mit einer Verordnung für Rehabilitationssport als auch Personen mit Interesse am Freizeit- und Breitensport motivieren, Mitglied im Verein zu werden. Dabei soll eine Sensibilisierung der Mitglieder ohne Behinderung für die Bedarfe der Mitglieder mit Behinderung gefördert werden, um so z.B. durch das Organisieren von Fahrdienst, Begleitung oder ähnlichem, ehrenamtliches Engagement zu fördern.

Gleichzeitig wollen wir unabhängig von der Mitbenutzung fremder Räume werden und die Weisungsbefugnis gegenüber einer von uns angestellten Übungsleitung erlangen. Dies ermöglicht uns die eigenständige Planung und Umsetzung von Angeboten, ausgerichtet an den Bedarfen unserer Zielgruppen und unseres Inklusionsverständnisses. Durch das BewegNungszentrum wollen wir Raum, Möglichkeiten und finanzielle Mittel schaffen, um weitere inklusive Sport- und Bewegungsangebote, Freizeitangebote und Sportarten im Rehabilitationssport entwickeln und anbieten zu können.

Angebote

Im BewegNungszentrum wird es drei Flächen für Bewegung und Raum für Begegnung geben.

Inklusive Trainingsfläche

Diese, durch ein Baukastensystem frei zu gestaltende Fläche, wird ausgehend von einer Systemwand gemäß den Bedürfnissen der Trainierenden individuell oder je nach Sportangebot aufgebaut. Zur Gestaltung der Übungen und Trainingsstationen stehen verschiedene Elemente zur Verfügung, die in Eigenverantwortung oder durch ein betreutes Training individuell oder für eine Kleingruppe (7-10 Personen) aufgebaut werden. Ein Bereich der Systemwand ist in Höhe und Ausstattung als Kletterwand gestaltet.

Gesundheitssport

Für Sport- und Bewegungsangebote mit Kleingeräten (Terra-Bändern, Hanteln, Stäbe, Pezi- und Redondo-Bälle) bietet die Fläche Platz für 20 Personen. Für Vorträge oder Präsentationen kann der Raum für bis zu 50 Personen bestuhlt werden. Zur Barrierefreiheit bei Veranstaltungen ist der Raum mit einer blendfreien dimmbaren LED-Beleuchtung und einer Induktionsanlage zur Tonübertragung ausgestattet.

Eigenkraft Zirkeltraining

Zum Training von Kraft und Ausdauer sind acht sogenannte Eigen-Kraft-Geräte in einem Zirkel angeordnet. Der Widerstand wird bei diesen computergesteuerten Geräten über einen elektrisch verstellbaren hydraulischen Zylinder erzeugt. Dabei sorgen zwei dieser Zylinder dafür, dass der komplette Bewegungsablauf in beiden Richtungen und in Abhängigkeit der Position in der benötigten Kraft verändert werden kann. Durch eine persönliche Chipkarte werden die durch den Trainer eingestellten Werte für jedes einzelne Gerät und die Bewegung festgelegt und abgespeichert. Über einen Bildschirm kann das Training kontrolliert und dem vorgegebenen Trainingsplan gefolgt werden.

Raum für Begegnung

Durch die offene Gestaltung des Eingangsbereichs als 'Dorfbrunnen' mit Sitzgelegenheiten und Tischen lädt dieser Ort zum Verweilen und Kommunizieren vor und nach der eigentlichen Nutzung der Sport- und Bewegungsflächen ein. Am Rand der Sportflächen laden Sitzgelegenheiten zum Ausruhen und Kommunizieren ein. Im Clubraum finden Spielrunden und Besprechungen statt.

PDF Spendenflyer

Den Spendenflyer zum Projekt gibt es auch in gedruckter Form zum Auslegen und Verteilen.

Projektbeschreibung

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